a group of people sitting at the Foyer at Kulturhaus Brotfabrik

Essen, Geschichten & Gemeinschaft - SOULFood feiert Vielfalt im öffentlichen Raum

Der Sommer bringt Menschen nach draußen in Gärten, auf Plätze und in öffentliche Räume, die Begegnung und Austausch ermöglichen. Gerade in einer vielfältigen Stadt wie Wien sind solche Orte wichtig: Sie schaffen Möglichkeiten, einander kennenzulernen, gemeinsam Zeit zu verbringen und die Vielfalt unserer Nachbarschaften sichtbar zu machen.

Ein schönes Beispiel dafür war die SOULFood Abschlussveranstaltung  am 28. Juli 2026  im Hof vom Kulturhaus Brotfabrik, organisiert von Kolleg:innen der Stadtteilarbeit. Mehr als 50 Gäste folgten der Einladung, um die Ergebnisse und Erfahrungen des Erasmus+ Projekts kennenzulernen und vor allem, um gemeinsam zu essen, Geschichten zu teilen und kulturelle Vielfalt zu feiern.

Zu Beginn wurden das Projekt, seine verschiedenen Arbeitspakete und ausgewählte Ergebnisse vorgestellt. Die Teilnehmenden zeigten großes Interesse und beteiligten sich aktiv an den Gesprächen. Dabei wurde einmal mehr deutlich, wie wichtig Räume sind, in denen insbesondere migrantische Frauen ihre Erfahrungen, ihr Wissen und ihre Fähigkeiten einbringen und gleichzeitig mit der lokalen Gemeinschaft in Austausch treten können.

Der Mittelpunkt des Nachmittags war jedoch – wie könnte es bei „SOULFood“ anders sein – das gemeinsame Essen. Frauen aus unterschiedlichen Ländern, die das Projekt von Beginn an begleitet und an Trainings teilgenommen hatten, bereiteten Gerichte aus ihren Herkunftsregionen zu. Jede stellte ihr Gericht vor, erzählte von seiner kulturellen Bedeutung und erklärte, welche Verbindung zwischen dem Essen, ihrer persönlichen Geschichte und den Zielen des Projekts besteht. So wurde aus jedem Gericht nicht nur eine Kostprobe, sondern auch eine Einladung zum Zuhören, Fragenstellen und gegenseitigen Lernen.

Begleitet von Musik aus verschiedenen Kulturen wurde anschließend getanzt, gelacht und miteinander gesprochen. Für einen Nachmittag wurde der Hof vom Kulturhaus Brotfabrik zu einem Ort, an dem unterschiedliche Sprachen, Geschichten und Traditionen ganz selbstverständlich nebeneinander Platz fanden.

Offene Räume, offene Gemeinschaft

Dass die Veranstaltung im Hof vom Kulturhaus  Brotfabrik stattfinden konnte, war dabei besonders passend. Als niederschwelliger, offener Raum verbindet er den kulturellen und kommunikativen Hub in Favoriten mit den Bewohner:innen des Bezirks. Veranstaltungen wie diese können dazu beitragen, Nachbar:iinnen und Besucher:innen zu aktivieren und ihnen das Gefühl zu geben, dass dieser Ort auch ihr Raum ist. Ein Raum, in dem sie sich einbringen, ihre Kultur zeigen und ihre eigene Einzigartigkeit sichtbar machen können.

Gemeinsam feiern, und aufmerksam bleiben

Gleichzeitig fand die Veranstaltung in einem Sommer statt, in dem Wien besonders stark mit Hitze und Hitzewellen konfrontiert war. Deshalb wollten wir auch bei der Planung des Events bewusst auf die veränderten klimatischen Bedingungen reagieren.

Die Teilnehmer:innen wurden gebeten, Speisen mitzubringen, die auch bei hohen Temperaturen gut geeignet sind -beispielsweise Salate, kühle Gerichte und Speisen ohne Fleisch, die sich unter diesen Bedingungen besser lagern und anbieten lassen.

Auch für unsere Stadttteilarbeit-Kolleg:innen wird das Thema Hitze zunehmend wichtiger. Der Umgang mit steigenden Temperaturen betrifft nicht nur Gesundheit und Infrastruktur, sondern auch die Frage, wie wir öffentliche Räume nutzen und wie wir Veranstaltungen in unseren Stadtteilen und Projektgebieten gestalten.

Unsere Aktivitäten sollen deshalb nicht nur Menschen zusammenbringen, sondern auch Raum für Bewusstsein und Austausch über die Veränderungen unserer Umwelt schaffen. Indem wir unsere Veranstaltungen an die Bedingungen eines sich verändernden Klimas anpassen, versuchen wir, Gemeinschaft, Inklusion und ökologische Verantwortung miteinander zu verbinden.

Fotocredit: Caritas Stadtteilarbeit