Die „Grätzeleltern“ haben 2012 als Pilotprojekt gegen Energiearmut gestartet. Seitdem hat sich einiges verändert – nicht nur die gesellschaftlichen Herausforderungen, sondern auch die Menschen, die das Projekt tragen und weiterentwickeln. Einige der freiwilligen Multiplikator*innen, die seit der ersten Stunde aktiv sind, haben mittlerweile selbst im Sozialbereich Fuß gefasst oder neue berufliche Wege eingeschlagen. Was sie alle verbindet, ist das Anliegen, einen wirksamen Beitrag zu einem solidarischen Miteinander zu leisten.
Unterstützung und Empowerment
Seit 2026 geht das Projekt einen neuen Weg und tritt künftig als Grätzel Peers auf. Diese Umbenennung unterstreicht den Kern der Arbeit: Begegnung auf Augenhöhe, Ermutigung und Orientierung geben. Als Peers sind die freiwilligen Mitarbeiter*innen nah an den Lebenswelten der Menschen und sehr gut in ihren Communities vernetzt. Sie erleben unmittelbar, wie sich politische Rahmenbedingungen, bürokratische Hürden und gesellschaftliche Veränderungen auf das Leben derjenigen auswirken, die neu in Österreich sind oder Unterstützung suchen.
Geschichten im Verborgenen
„Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwierig es ist, in einem neuen Land ganz von vorne zu beginnen – mit einer neuen Sprache und einer anderen Kultur. Deshalb ist Unterstützung in dieser Zeit besonders wichtig: Sie gibt Sicherheit, Vertrauen und Hoffnung und hilft, sich schneller einzuleben“ (Ibrahim, jahrelanger freiwilliger Mitarbeiter im Projekt)
Was unsere Arbeit prägt, sind die vielen Geschichten hinter den Zahlen – Erzählungen, die oft im Verborgenen bleiben. Es sind Berichte über den Mut, sich trotz widriger Umstände ein neues Leben aufzubauen, über gegenseitige Unterstützung, Netzwerke und die Willensstärke, die in schwierigen Momenten sichtbar wird. Die Grätzel Peers sind in Wien und Umgebung aktiv und fungieren als Brückenbauer*innen, geben Orientierung – und auch ein wenig Hoffnung.
Sie wollen mehr über dieses Projekt erfahren und Kontakt aufnehmen? – Hier gibt es Infos
Und vielleicht wollen Sie ja auch dieses Zitat in Ihre Geschichtenwelt aufnehmen?
„Ein einem afghanischen Sprichwort heißt es: ‚Wir müssen den Leuten nicht Fische zum Essen geben, sondern die Leute müssen lernen, selber Fische zu fangen.‘' (Sakina, seit 2017 aktiv)
Foto: Caritas Stadtteilarbeit